Die Lemosho Route gilt als landschaftlich besonders schön und bietet durch längere Varianten gute Akklimatisierungschancen. Sie ist oft teurer als kürzere Routen, kann aber für viele Reisende die bessere Wahl sein, wenn Zeit und Budget passen.
Was diese Seite klärt
Die wichtigsten Themen sind in klare Abschnitte gegliedert. Tabellen, Hinweise und weiterführende Links helfen beim Vergleichen statt nur beim Lesen.
Warum Lemosho beliebt ist
Lemosho startet ruhiger und führt über abwechslungsreiche Landschaften in Richtung Hochlager. Durch mehr Tage kann der Koerper besser auf Höhe reagieren.
Mehr Tage garantieren keinen Gipfel, aber sie verbessern die Planungslogik.
Kosten und Dauer
Lemosho kostet meist mehr, weil Crew, Parkgebühren und Logistik über mehr Tage laufen. Dafür sinkt der Druck auf einzelne Etappen.
Wer wenig Zeit hat, sollte nicht einfach eine kurze Lemosho-Variante erzwingen, sondern Machame oder andere Optionen vergleichen.
| Dauer | Vorteil | Hinweis |
|---|---|---|
| 7 Tage | kompakter | mehr Druck |
| 8 Tage | mehr Akklimatisierung | oft runder |
| 9 Tage | sehr ruhig | Budget und Zeit prüfen |
Die Lemosho Route — Tagesetappen und Camps
Die Lemosho Route beginnt im Westen des Kilimanjaro am Lemosho Glades (ca. 2.100 m) und führt über das Shira-Plateau zum Gipfel. Sie gilt als eine der schönsten und landschaftlich abwechslungsreichsten Routen.
Tag 1: Lemosho Trailhead (2.100 m) → Big Tree Camp (2.780 m) — ca. 5–6 Stunden Gehzeit durch Regenwald.
Tag 2: Big Tree Camp → Shira 1 Camp (3.500 m) → Shira 2 Camp (3.840 m) — Übergang auf das weitlaeufige Shira-Plateau.
Tag 3: Shira 2 (3.840 m) → Lava Tower (4.630 m, Akklimatisierung) → Barranco Camp (3.960 m) — wichtiger Akklimatisierungstag (hoch gehen, tief schlafen).
Tag 4: Barranco Camp → Karanga Camp (4.020 m) über die Barranco Wall — technisch anspruchsvoll aber sicherheitsbegehbar, kein Kletterequipment nötig.
Tag 5: Karanga Camp → Barafu Base Camp (4.600 m) — kurze Etappe zur Vorbereitung auf den Gipfeltag.
Tag 6: Mitternachtsabmarsch Barafu → Stella Point (5.756 m) → Uhuru Peak (5.895 m) → Abstieg nach Mweka Camp (3.100 m).
Tag 7: Mweka Camp → Mweka Gate (1.640 m) — Abstieg durch Regenwald, Zertifikat am Gate.
Warum die Lemosho Route besonders ist
Die Lemosho Route bietet mit 7–8 Tagen ausgezeichnete Akklimatisierungsbedingungen — die Erfolgsrate liegt deutlich höher als bei kürzeren Routen, Branchenschaetzungen zufolge bei ca. 90% auf 8 Tagen.
Nachteile: Die Route ist teurer (entfernterer Trailhead, längere Gesamtdistanz von ca. 70 km) und beginnt mit einer Jeep-Fahrt vom Gate zum Lemosho Trailhead. Weniger Verkehr als Machame — ruhigerer Charakter.
